Pasta con Peperoni Arrostiti

Paprika (gelb und/oder rot) bei 220 Grad Umluft im Rohr braten, bis sie weich und schön gebräunt sind, etwa 20 Minuten. Rausnehmen, bissl auskühlen lassen, bei Lust und Laune Haut abziehen. Pasta (lang und dünn) kochen. Währenddessen Knoblauch, Chili, Sardellen in Olivenöl anschwitzen, Paprika, Oliven, Kapern und wer hat etwas Brösel dazu geben.

Pasta, bissl geriebener Parmesan und Sauce mischen, binden lassen, servieren.

Pastaempfehlung für dieses und alle anderen Pastagerichte: Setaro.

Gibts in Wien bei der Supermari und online unter gutessenshop.at

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Eine Handvoll sehr kurzer Rezepte, die nicht nur in Quarantäne gut sind

Eine Sammlung von sehr einfachen Gerichten, die wir in der vergangenen Woche gekocht und für auch außerhalb von Pandemien sehr gut befunden haben. Mehr Rezepte unter dem Link.

Ofenkarfiol mit Blauschimmelsauce

Karfiol entblättern, waschen, trocknen und mit Butterflocken belegen. Im Backrohr bei Umluft und 180 Grad (oder so) backen, bis er innen weich, außen schön gebräunt ist.

Bissl Butter schmelzen, mit einem Schuss Milch oder Obers aufgießen, kurz köcheln, dann Blauschimmel darin schmelzen. Ordentlich schwarzen Pfeffer hinein mahlen.

Gebratenen Karfiol mit Sauce übergießen und servieren. Eventuell am Tisch noch etwas extra Blauschimmel drüber reiben.

Guten Blauschimmel gibt’s etwa hier

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Einkaufen ohne das Haus zu verlassen

Quarantäne ist kein Grund, nicht gut zu essen. Auch wer das Haus gar nicht verlassen möchte, kann köstlichen Käse, gereifte Steaks und frischen Fisch genießen, sich durch Meeresfrüchte-Dosen koten oder alles bekommen, was der chinesische Quarantänekoch braucht.

Hier eine kleine, immer wieder aktualisierte Liste mit Online- und Liefer-Shops und solchen, die es gerade geworden sind. Im Idealfall bekommen Sie hier nicht nur hervorragenden Produkte, die das zu Hause sein angenehmer machen, sondern helfen auch noch Leuten, die unter dem Wegfall des Gastro-Umsatzes gerade ziemlich zu leiden haben.  Weiterlesen

Kartoffelschalen-Chips

Kartoffel gut waschen und schälen und für später zur Seite legen. Schalen in einer Schüssel mit etwas Olivenöl und Salz mischen, im Backrohr bei 220 Grad Umluft (oder so) knusprig backen.

Ist ur geil und einfach. Hab ich viel zu spät gelernt. Ich hoffe, ich kann den ein oder anderen vor diesem Schicksal bewahren.

Wie schmeckt eigentlich…Murmeltier?

Ziemlich gut, wenn Sie es denn kauen können. Das Murmeltier ist, ganz seinem Lebensraum angepasst, ein zäher Hund – bzw., zoologisch korrekter, ein zähes Erdhörnchen, wenn es zu kurz oder zu kalt gegart wird. Marmota Marmota, das Alpen-Murmeltier, lebt oberhalb der Baumgrenze, je nach Region also ab etwa 1800 Metern Seehöhe. Weil das Wetter ihm dort übel mitspielt, hält es für sagenhafte sechs Monate von Oktober bis inklusive März Winterschlaf. 

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Biberschwanzsuppe

Unlängst bin ich zufällig und unverhofft an einen Biber gekommen, samt seinem prächtigen Schwanz, der ein wenig an ein Paddel erinnert, das mit Echsen- oder Schlangenhaut überzogen ist. Unter tatkräftiger Mithilfe der Gebrüder S. und des Herrn F. haben wir ein mehrgängiges Menü aus ihm gekocht: Es gab knusprige Bibergrammeln und Biberfilet, Medium Rare, rosa gebratene Biberkeule und Biberbauch-Rouladen (klassisch mit Senf und Gewürzgurken gefüllt), und, der Höhepunkt des Abends, Biberschwanzsuppe. Weiterlesen

Die beste Pizza gibt es nicht in Neapel

Neapolitaner sind sehr stolz darauf, dass die Pizza ihrer Meinung nach aus ihrer Stadt kommt. Das mag eine etwas verkürzte Darstellung sein, Pizza ist aber unbestreitbar allgegenwärtig und ein ganz wesentlicher Teil der neapolitanischen kulinarischen Kultur. Ich hatte vergangenen Jahr mehrere Monate Zeit, mich hier durchzukosten. Was folgt ist ein kleiner Guide zu Neapels Pizzakultur – und einige Empfehlungen, wo meiner Meinung nach die besten Pizzen dieser an Pizzen reichen Stadt zu finden sind. 

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Eine kurze Geschichte des Wiener Strassenessens

Wer in Österreich „Street Food“ sagt, der denkt meist an Thailand, an China, vielleicht an Mexiko, fast immer jedenfalls an ein exotisches Land, Abenteuer, Urlaubsromantik. Dabei gibt und gab es Strassenessen nicht nur in Asien –  in Europa, und auch in Wien, hat es das das ebenfalls immer schon gegeben. Die Straßen Simmerings und Lerchenfelds waren vor gar nicht langer Zeit ähnlich voll mit Garküchen wie heute Chinatown in Bangkok. Weiterlesen

In 80 Fetten um die Welt: Chiliöl in Sichuan

Das rundum heißeste Essen meines Lebens habe ich an einem Juli-Abend auf der Straße in Chengdu gegessen, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan.

Es hatte an dem Tag 45,8 Grad gehabt (ich habe immer noch ein Foto von der Außentemperatur-Anzeige in unserem Auto) und weil Chengdu wie alle chinesischen Großstädte eine Betonwüste ist, hatte sich daran seit dem Nachmittag nicht viel geändert. Die Australiern und ich saßen an einem der unzähligen Plastiktische, die hier am Abend auf den Gehsteigen aufgestellt werden, tranken warmes Bier – wie zum Hohn servieren die Sichuanesen ihr Bier gern bei hoher Zimmertemperatur – knabberten frittierte Erdnüsse und warteten auf unsere Essen.

Wir hatten bestellt, wie wir das in Sichuan oft getan hatten: mit Hilfe eines kleinen Zettels, auf dem einer unserer Guides in Mandarin für uns geschrieben hat: „Bitte bringen Sie uns drei, vier Spezialitäten ihres Restaurants. Wir mögen es gern scharf.“

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Chicken Tikka Masala: Der Cliff Richard des Essens

Diese wunderbare Geschichte ist nicht von mir, sondern von Christian Cummins und ist zuerst im All You Can Eat Nr. 2, der Fremd-Ausgabe erschienen. Weil es kommende Woche im Gruss aus der Küche um Chicken Tikka gehen wird, poste ich sie hier nochmals. 

Ich habe Chicken Tikka Masala immer für die Art von Curry gehalten, die du bestellst, wenn du zufällig in einem indischen Lokal landest, aber eigentlich kein indisches Essen magst. Es ist, wie Pizza Margarita beim Italiener bestellen: Nichts kann wirklich schief gehen, es wird dich satt machen, und zu viel Bier aufsaugen. Vage orange-rötlich, in Joghurt schwimmend und nicht zu scharf, gibt CTM (wie es liebevoll genannt wird) auch dem Curry-Verächter die Möglichkeit, bei der Curryparty mitgemacht zu haben. Es ist ein höfliches Gericht, unauffällig und langweilig, das kulinarische Äquvalent zu Fahrstuhlmusik, der Cliff Richard des Essens. Und genauso wie Sir Cliff ist es britisch und indisch. Oder? Weiterlesen