Wider die Bier-Langeweile

Österreich ist ja eher ein Land der Biertrinker, weniger eins der Bierbrauer: das Bierangebot liegt qualitätsmässig auf einem ähnlichen Niveau wie in China und weit weg von jenem in Bierparadiesen wie den USA oder England. Zu allem Überfluss sind die meiner Meinung nach spannendsten Genres, Ales und Stouts, in Österreich fast überhaupt nie zu haben, es herrscht totale Lager-Langeweile.

Am Donaukanal war nun vergangenes Wochenende einiges von dem zu verkosten, was es trotz der widrigen Situation an interessantem Bier derzeit zu haben gibt. Hier ein kleiner Überblick über meine Favoriten.

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Mountain Pale Ale, Bierol: Für mich die Entdeckung des Festivals. Umwerfend fruchtiger Geruch und Geschmack, der ewig hält, ziemlich balanciert, einfach gut. Ein Konkurrent zu meinem bisherigen Lieblingsbier, dem Punk IPA von Brew Dog.

Red Ale, Kiesbye’s: Vor allem der Geruch war betörend, wie eine reife Maracuya. Beim Trinken hätte ich mir etwas mehr Kohlensäure gewünscht, trotztem ein Bier-Erlebnis. Das aktuelle Waldbier, Lärche, fand ich weniger gelungen als manche Vorgänger. 

Xaver Stout, Xaver: Das klar bessere Bier aus Ottakring. Angenehm kaffeeig, gut balanciert, nicht zu stark, ein sehr erfreuliches Stout.

IPA (??leider nicht notiert), Lichtenthaler Bräu: Der erste Schluck ist eine ganz beachtliche Geschmacksexplosion, die stark an Gummibärchen oder die kleinen Gummi-Walderdbeeren erinnert, eine Sekunde später ist der Spuk allerdings schon wieder vorbei. Definitiv ein Erlebnis, wenn auch meiner Meinung nach noch kein perfektes.

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