Mach mich Miso

Es gibt ein paar Dinge, die machen fast alles besser, womit sie in Berührung kommen – allen voran weiße Trüffel und Miso. Ich gebe mir große Mühe, beide soweit wie möglich regelmäsig zu genießen, mit unterschiedlichem Erfolg. Die Trüffel widersteht hartnäckig allen Kultivierungsversuchen, kostet ein Schweinegeld und ist nur zu bestimmten Zeiten zu haben. Während der Pilz bei uns als Köstlichkeit anerkannt und gewürdigt ist, führt Miso immer noch ein bisschen ein Schattendasein. Dabei ist es theoretisch sogar zu Hause und aus heimischen Zutaten machbar.  Weiterlesen

Den Frühling in die Pfanne hauen

Die Familie der Schlauchpilze hat viele große Söhne und Töchter hervor gebracht. An Heldentaten unerreicht ist wohl das Penicillin, dem ein Großteil von uns sein Leben verdankt, dicht gefolgt von der Hefe, ohne der es weder Wein, Bier, Brot oder Bagels gäbe. Kein Wunder also, dass die Schlauchpilze sich auch als Speisepilz nicht lumpen lassen – und uns die Trüffel und die Morchel schenken. Weiterlesen

Die Zähmung der Kutteln

Am Mercat del Santa Catarina in Barcelona gibt es einen Stand, der nach dem Besitzer schlicht „Toni“ heißt und an dem nur Innereien verkauft werden: rohe Köpfe vom Schaf und gekochte vom Kalb, Zungen jedweder Größe und Herkunft, diverse Lungen, Milzen, Nieren und Lebern, Stierhoden, Lammhirne und Kutteln verschiedenster Provenienz und Reinigungsgrade. An so etwas kann ich nicht vorbeigehen – weswegen es hier diesmal Kutteln katalanisch gibt. Weiterlesen

Die beste Liste der besten Kochbücher 2015

2015 war ein ziemlich gutes Kochbuchjahr. Das bisher vielleicht nützlichste Kochbuch aller Zeiten ist erschienen, zahlreiche super Köche haben ihre Bücher veröffentlicht, und ich hab für mich einige schöne, ältere Bände gefunden. Hier findet sich wie jedes Jahr vor Weihnachten meine Google-optimierte Übersicht über meine Buch-Highlights – wie immer nicht nur mit 2015 erschienenen, sondern auch bloß 2015 von mir gekauften Büchern. Weiterlesen

Pasta mit Zwetschken, Fenchel und Jahrzehnte alten Sardinen

Zu diesem Rezept ist es gekommen, weil der Mensch leider nur eine bestimmte Menge Sardinen genießen kann. Ich war vergangenes Wochenende von den Gebrüdern Steininger zu einem Jahrgangs-Dosensardinentest eingeladen, gemeinsame haben wir 15 teils Jahrzehnte alte Sardinen verkostet (Mehr zu den Steiningers und dem Test gibt’s kommende Woche im Gruss aus der Küche). Weil wir aber nur zu dritt waren,  ist eine Menge übrig geblieben. Ich habe also einen Teil davon eingepackt und zu Hause zu einer Art Pasta con le Sarde verarbeitet – mit Fenchel, Zwetschken und Walnüssen. Das mag generell ein bisserl schade um die edlen Fisch‘ sein – günstigere Dosensardinen tun’s hier auch – ist aber immer noch besser, als sie wegzuwerfen. Und außerdem war das Ergebnis ganz köstlich. Weiterlesen

Reis aus dem Burgenland und Kürbis mit „seltsamen Geschmack“

Der Kürbis kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren. Nach dem Spargel, dem Bärlauch und dem Eierschwammerl ist der Kürbis die vierte Plage, die alljährlich die Wirtshäuser dieses Landes heimsucht. All die anderen Köstlichkeiten einer Saison bleiben dank dieser Ein-Gemüse-Politik schnell auf der Strecke oder werden zu Nebendarstellern degradiert. Wann haben Sie das letzte Mal „Rote Rüben Wochen“ oder „Krautzeit“ gelesen?

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