Karma Ramen: Wie in der Wienzeile Ramen entstehen

Igor Kuznetsovs Liebe zu Ramen begann 1990 in Moskau. Igor war damals fünf Jahre alt, und was ihn an den Konsequenzen von Glasnost und Perestroika am meisten beeindruckte, waren erstens Pepsi und zweitens Instant Ramen. „Ich bin jeden Tag nach der Schule nach Hause gekommen und habe zwei, drei Packungen davon gegessen“, sagt er. Mit 18 übersiedelte er dann nach Wien, nun hat er hier Karma Ramen aufgesperrt, den ersten richtigen Ramenshop der Stadt.  Weiterlesen

Rinderbrust vom Esel

Und noch eine Restaurantkritik samt Richtigstellung: ich habe geschrieben, dass Barbacoa in Mexiko meist in Bananenblättern geschmorte Ziege sei. Das ist Unsinn: es sind natürlich Agaven-Blätter, in denen das Tier geschmort wird. Ich weiß nicht, wie das passiert ist, vielleicht war ich in Gedanken noch zu sehr bei diesem Artikel – ich bitte jedenfalls um Entschuldigung. 

http://derstandard.at/2000019856915/El-Burro-Rinderbrust-vom-Esel

Farm to Table auf Chinesisch

Wenn chinesische Kochkunst auf wirklich gute Zutaten trifft, dann kommt ganz Großartiges dabei heraus. Allzu oft kommt das leider nicht vor: regionales oder saisonales Essen gelten in China eher als Zeichen von Armut, der Düngemittel- und Pestizideinsatz in der chinesischen Landwirtschaft sind so berüchtigt wie die Lebensmittelskandale und der eher nicht so nette Umgang mit Tieren. Langsam scheint sich das allerdings ein wenig zu ändern.

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Hausvergorener Reiswein, sechs Jahre gereift

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Wien hat endlich eine gute Burgerbude

Vielleicht bin ich spät dran mit der Erkenntnis, aber: Wien hat endlich eine gute Burgerbude. Wirklich gute Burger zu machen ist eines der großen Kochkunststücke. Das Ding bietet einfach zu viele Möglichkeiten zum Scheitern, vom Laberl über die Sauce bis hin zum Fleisch, und selbst, wenn alle Einzelteile gelingen, muss die Komposition noch lang nicht stimmen. 

Bisher sah es burgertechnisch in der Stadt eher trist aus. Der meiner Meinung nach einzig gute Burger war im Charly P’s zu bekommen. Nun hat die Weinschenke in der Franzensgasse vor einigen Wochen beschlossen, ihre ganze Speisekarte dem Burger zu widmen – mit famosem Ergebnis. Das hausgemachte klassische Bun ist schlicht, knusprig und ganz köstlich (die zweite Variante mit Sesam brauch ich eher nicht), das Fleisch hausfaschiert, saftig und von erstaunlich guter Würze und kräftigem Geschmack. Und selbst gewagtere Kompositionen wie ein mexikanischer Burger mit Mole und Jalapenos oder “Der Burger” mit roten Rüben, Kren und Speck sind wohl durchdacht und hervorragend abgeschmeckt. Bloß der Hang zum Senf geht manchmal mit dem Koch durch. Die Qualität der dünnen Chips schwankte bei drei Besuchen, die Erdäpfel sind aber an guten Tagen ebenfalls einige der besten, die die Stadt zu bieten hat.

Nur das Service ist ob des Erfolgs teilweise heillos überfordert. Hoffentlich kommt genug Geld rein, dass sich auch unter der Woche eine zweite Kellnerin ausgeht. Reservieren!