Thailands gelbe Revolution

Wenn Wichit Saiklao, 43, über seine Arbeit spricht, dann klingt er ein bisschen wie ein Revolutionär. „Es ist erstaunlich, was alles passiert, wenn Menschen nur merken, dass Veränderung möglich ist“, sagt er dann, oder „Ich allein kann nicht viel bewirken, aber wenn wir hunderte, tausende sind, dann können wir alles verändern.“ Jeden Sonntag öffnet er daher sein Haus in Bangkok für junge Menschen aus dem ganzen Land und unterrichtet sie in seiner Kunst: wie sie mit ein paar Eimern zu Hause Bier brauen können. Weiterlesen

Von Fröschen und Bären

Mich wundert es immer, dass in Österreich und Deutschland mehr Fress-Geschichten über Mexiko und Brasilien erscheinen als über Serbien, Kroatien oder Montenegro. Der Balkan wird, von Istrien abgesehen, weitgehend ignoriert. Vor zwei Jahren habe ich mich daher mit dem Herrn Stiegl (nicht nur hervorragende Gesellschaft, sondern auch serbokroatischer Muttersprachler, sehr praktisch!) auf den Weg gemacht. Wir wollten uns anschauen, wie so abseits der Küste im Hinterland gegessen und getrunken wird. Weiterlesen

Wunder des Meeres: Fischmarkt in Xiamen

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Die Altstadt in Xiamen ist ein kleines Wunder: Sie hat es irgendwie geschafft, der chinesischen Zerstörungs- und Abrisswut zu entgehen und bis heute alt, eng, schmutzig und äußerst charmant zu bleiben. Das Gassengewirr erinnert mehr an einen arabischen Bazar denn eine chinesische Großstadt. Herz dieses Zentrums ist der angeblich größte noch erhaltene traditionelle Nassmarkt Chinas: tausende Händler bieten hier Gemüse, Vögel, Schwein und, weil Xiamen eine Küstenstadt ist, vor allem Fisch und Meeresfrüchte an. Was im Meer lebt, wir hier verkauft, von Haien bis Meeresschnecken, Seetang, Muscheln oder Krebsen. Hier einige Eindrücke.

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Verschimmelter Tofu

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Das erste Mal bin ich der Köstlichkeit im Dragon Well Manor begegnet. Sie wurde uns dort als Vorspeise serviert, zusammen mit fermentierten, getrockneten Karotten, Gurken und Nüssen. Ich war damals begeistert von dem Geschmack – tief, komplex, leicht alkoholisch – und vor allem der Konsistenz: der Tofu war üppig und unglaublich cremig und erinnerte stark an Gänseleber. Es hat nun mehr als ein Jahr gedauert, bis ich herausgefunden habe, dass das einfach ein Stück besonders guter Furu, verschimmelter Tofu, war.

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Farm to Table auf Chinesisch

Wenn chinesische Kochkunst auf wirklich gute Zutaten trifft, dann kommt ganz Großartiges dabei heraus. Allzu oft kommt das leider nicht vor: regionales oder saisonales Essen gelten in China eher als Zeichen von Armut, der Düngemittel- und Pestizideinsatz in der chinesischen Landwirtschaft sind so berüchtigt wie die Lebensmittelskandale und der eher nicht so nette Umgang mit Tieren. Langsam scheint sich das allerdings ein wenig zu ändern.

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Hausvergorener Reiswein, sechs Jahre gereift

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