Rezepte

  • Karma Ramen: Wie in der Wienzeile Ramen entstehen

    Karma Ramen: Wie in der Wienzeile Ramen entstehen

    Igor Kuznetsovs Liebe zu Ramen begann 1990 in Moskau. Igor war damals fünf Jahre alt, und was ihn an den Konsequenzen von Glasnost und Perestroika am meisten beeindruckte, waren erstens Pepsi und zweitens Instant Ramen. „Ich bin jeden Tag nach der Schule nach Hause gekommen und habe zwei, drei Packungen davon gegessen“, sagt er. Mit…

  • Pasta mit Zwetschken, Fenchel und Jahrzehnte alten Sardinen

    Pasta mit Zwetschken, Fenchel und Jahrzehnte alten Sardinen

    Zu diesem Rezept ist es gekommen, weil der Mensch leider nur eine bestimmte Menge Sardinen genießen kann. Ich war vergangenes Wochenende von den Gebrüdern Steininger zu einem Jahrgangs-Dosensardinentest eingeladen, gemeinsame haben wir 15 teils Jahrzehnte alte Sardinen verkostet (Mehr zu den Steiningers und dem Test gibt’s kommende Woche im Gruss aus der Küche). Weil wir aber nur zu…

  • Reis aus dem Burgenland und Kürbis mit „seltsamen Geschmack“

    Reis aus dem Burgenland und Kürbis mit „seltsamen Geschmack“

    Der Kürbis kann sich nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beschweren. Nach dem Spargel, dem Bärlauch und dem Eierschwammerl ist der Kürbis die vierte Plage, die alljährlich die Wirtshäuser dieses Landes heimsucht. All die anderen Köstlichkeiten einer Saison bleiben dank dieser Ein-Gemüse-Politik schnell auf der Strecke oder werden zu Nebendarstellern degradiert. Wann haben Sie das letzte Mal…

  • Das perfekte Frühstück? Reisbrei mit rohem Ei.

    Was ich esstechnisch vielleicht am meisten vermisse, wenn ich nicht in Asien bin, ist das Frühstück. In Penang oder Guangzhou, in Bangkok oder Peking genießt man den herrlichen Luxus, morgens nach dem Aufstehen einfach auf die Straße zu gehen und an den allgegenwärtigen Fressständen und Imbissbuden zwischen dutzenden verschiedenen Gerichten wählen zu können. Von Bohnensterz,…

  • Wie man ein Wildschwein im Erdloch kocht

    Die freundlichen Menschen von der Feldküche haben mich diesen Sommer zu ihrer “Waldwerkstatt” in der alten Krupp-Jagdvilla am Hubertussee eingeladen: Künstler machen Waldkunst, Köche kochen mehrgängige Wald-Menüs und dazwischen dürfen Amateure wie ich zum Amüsement aller Anwesenden ein wenig experimentieren und pfuschen. Das Thema der Veranstaltung: “Wild”. Das schien mir der passende Anlass, mir einen langjährigen…

  • Löwenzahn-Salat: In die Blumenwiese beißen

    Essen ist eine wunderbare Möglichkeit, der Welt etwas näher zu kommen und sie intensiver zu erleben als bloß in ihr zu sein und sie anzustarren. Landschaften können nicht nur erwandert, mit dem Fahrrad erfahren oder gemalt werden, man kann sie auch verspeisen. Derzeit heißt das: Löwenzahn auf den Teller.

  • Chilis vergären im Detail

    Hier habe ich unlängst die Freuden der vergorenen Chilis besungen: sauscharf, aber doch fruchtig, mit leicht exotischem Gärgeschmack sind sie derzeit eine meiner liebsten Würzmittel. Weil dabei aber laut Postern einige Fragen offen geblieben sind, hier eine genauere Anleitung.

  • Melanzani verbrennen

    Weinbauern, auch unser Heurigengastgeber, haben viele alte Weinstöcke, mit denen, wenn sie einmal ausgerissen sind, nicht mehr allzu viel anzufangen ist – außer Feuer machen. Weil so ein Feuer viel größer und heißer ist als Kohlen in einem  normalen Kugelgrill, sind wir beim Heurigen dazu übergegangen, unsere Zwiebel im Rebenfeuer zu verbrennen. Diese Woche haben wir…

  • Kohlrabi verbessern

    Noch einmal Fermentieren, noch einmal eine Heurigen-Entdeckung: Weil vergangene Woche nicht der ganze Kohlrabi als Salat weggegangen ist, habe ich ihn in Gläser gepackt und vergoren – ein Volltreffer, nachmachen empfohlen. Der Kohlrabi bleibt (auch dank Kirschblättern) perfekt knackig, das Gären nimmt den Kohl-Noten den Schrecken, der verbleibende Geschmack harmoniert perfekt mit Dill etwas und…

  • Heurigen-Entdeckung: Vergorener Rhabarber

    Für den Heurigen habe ich, was sonst, vergoren, was ich in die Finger bekommen habe – jahreszeitbedingt auch Rhabarber. Ich habe zu Testzwecken einmal die ganzen Stangen mit etwas Zimt in Salzwasser gelagert, einmal den Rhabarber fein geschnitten, gesalzen, und dann im eigenen Saft mit Knoblauch und Chili vergoren. Das Ergebnis war, vor allem beim…